Buenos Aires Kaffeehäuser, Theater und Museen

Die Avenida de Mayo ist nicht umsonst eine der prächtigsten Alleen unserer Stadt. Neben den endlosen Bäumen, säumen wundervolle alte Kaffehäuser die Bürgersteige. Hier beginnt unser Ausflug. Hier, wo am Anfang des 20. Jahrhunderts italienische, spanische und mitteleuropäische Immigranten zusammenlebten. Hier, wo die Exilanten des spanischen Bürgerkriegs zusammenfanden, ihre Niederlage beweinend, ihren Kakao schlürfend, ihre Churros verspeisend und ihre Rückkehr planend.

19Der Tango pulsiert auf der sagenhaften Avenida de Mayo im Café Tortoni (Foto 19). „Der Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann“ sagte Enrique Santos Discépolo. Im Café Tortoni hat dieser Tanz sein zu Hause. Hier werden Sie alles über den traurigen Gedanken lernen: Über seine Geschichte, sein kulturelles Umfeld, über seine Verehrer und Interpreten, über Zusammenhänge zur argentinischen Geschichte und Immigration sowie seine Beziehungen zu anderen musikalischen Strömungen (wie Jazz, Kammermusik, Rembetiko, Fado, uvm.). Im selben Gebäude, ein Stockwerk höher, befindet sich die „Nationale Akademie des Tango“.

131913 erbaute Siemens in Buenos Aires die erste U-Bahnlinie Südamerikas und eine der ersten der Welt. Eine Fahrt mit der Linie „A“ ist ein echtes Erlebnis! Wenn Sie an der Station Lima aussteigen, werden Sie das alte Hotel Castelar sehen können. Seine Architektur vereint europäische und klassische Elemente. Seine Dekoration kombiniert historische Bestandteile mit modernen Nuancen. Dieses Hotel galt als Zufluchtsort für Tangoliebhaber und war Zuhause geschichtlicher Ereignisse: Hier wohnte der „König des Tangos“ Carlos Gardel. Nicht weit von hier liegt das Theater Avenida, das Pasaje Barolo –ein fantastisches Beispiel eklektischer Architektur-, die Skulptur „Der Denker“ von August Rodin, der Platz vor dem Kongress, das Café der Mühle und der Monolith des Kilometer 0.
Das Kulturleben von Buenos Aires kann man auf verschiedenste Art und Weise kennenlernen. Buenos Aires bietet als die argentinische Hauptstadt sehr viele interessante Museen. Einige davon sind:

  • Museo de Bellas Artes: Die auf 32 Säle verteilte Gemäldesammlung gilt als eine der besten des Kontinents und enthält Werke vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Der erste Stock ist argentinischen Künstlern vorbehalten. Häufig finden hier auch internationale Kunstausstellungen statt.
  • Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires: Das MALBA ist ein neues außergewöhnliches Museum, dass eine Sammlung der großen Künstler Lateinamerikas enthält, wie Frida Kahlo, Diego Rivera, Candido Portinari oder Antonio Berni.
  • Museo Fortabat: Die Geschäftsfrau Amalia Lacroze de Fortabat hat im März 2009 das Gebäude eröffnet, in der ihre private Kunstsammlung ausgestellt ist. Die “Colección Fortabat” ist für Besucher, in dem von Stararchitekt Rafael Viñoly angedachten Bau in Puerto Madero zugänglich. Im zweiten Untergeschoss, dem interessantesten Bereich, hat das Museum Schätze der internationalen Kunst untergebracht. Darunter Turner, Brueghel, Klimt, Chagall, Miró und Rodin. Im ersten Untergeschoss sind Werke ausgestellt, die die Familiengeschichte dokumentieren; die oberen Stockwerke sind argentinischen Künstlern wie Petorutti, Berni, Alonso u.a. vorbehalten.